Verlagssuche 2018

Erinnert sich jemand an die Verlagssuche am 3.333sten Tag von DCDSP von 2014? Nun, wat ’ne schöne Zahl, eh? Am heutigen Tag sind es leider nur 4.848 Tage seit dem Erschaffungstag anno damals, also nahe genug dran, würde ich sagen, und Grund genug für einen erneuten Versuch!

Eigentlich ist der Titel etwas irreführend, da ich nicht mehr suchen muss – in Frage kommende Verlage habe ich schließlich schon gefunden, ich muss sie nur noch überzeugen!

Trotz langer Recherche bin ich wieder bei drei Verlagen der Verlagsgruppe Random House hängengeblieben. Namentlich sind das Heyne, Blanvalet und Penhaligon. Diese könnte ich schon fast als Klassiker zählen, so lange wie ich die schon mit meinen geistigen Ergüssen belästige. Dieses Mal auch dabei der Piper-Verlag, an welchen ich ein digitales Exposè schicken werde.

Aber warum gerade Mal vier Verlage, mag man sich fragen, wo es doch so augenscheinlich viele gibt?

Es bedarf immer etwas Glück 🙂

Freilich gibt es allein in Deutschland hunderte Verlage, auch sicher dutzende, die das Genre des High Fantasy verlegen. Vieles sind aber Bezuschuss- oder reine Dienstleisterverlage, die ich kategorisch ablehne. Und wenn nicht, dann haben sie bereits ihre Hausautoren, suchen ein ganz explizites Thema, welches ich nicht erfülle, wollen keine mehrteiligen Buchreihen (schon gar nichts, was länger als eine Trilogie ist oder als Zyklus oder dergleichen zählt), oder haben ihr Budget für die nächsten Jahre schon ausgereizt.

In erstaunlich vielen Fällen hat mir auch mein Bauchgefühl davon abgeraten, diesen oder jenen Verlag probieren zu wollen. Wenn ein Verlag nicht einmal Geld in eine anständige Domain als guten Ersteindruck investieren mag, auf dem Blog dann noch mit Smilies und Glitzer à la MySpace um sich wirft und in acht Absätze vier Rechtschreibfehler einbaut, bin ich dort sicherlich nicht gut aufgehoben. Das ist wie unrasiert und mit Kaffee eingesudeltem Hemd zum Bewerbungsgespräch zu kommen.

Ja, ich mag äußerst wählerisch sein, aber ich will das Beste für mein Werk, und keine Unze weniger. Schließlich ist DCDSP mein Lebenswerk, und nachdem ich bereits über dreizehn Jahre und zig tausende Euro darin investiert habe, werde ich mich nicht mit weniger zufrieden geben. Ich sage das oft, aber lieber wird DCDSP nie das Licht eines schönen Buchregals erblicken, als dass ich es in den unprofessionellen Händen von Vermarktungsstümpern und Zeichenpanschern wissen muss.

Nun aber ist es wieder soweit: alte Verlage, neues Glück! 😉

Dazu habe ich zu Beginn 2018 das erste Buch komplett umgeschrieben, auf den neuesten Stand gebracht und anschließend an Interessierte zum Korrigieren und Gegenlesen geschickt. Einige sind schon fertig (siehe Galerie ganz unten), andere lesen es noch. Bis ich in vermutlich sechs Monaten oder so eine Antwort von den Verlagen bekomme (insofern ich überhaupt eine bekomme), wird auch deren Feedback eintrudeln.

Was das Anschreiben, das Exposè und die Inhaltsangabe angeht, so habe ich viel dazugelernt. Das Problem ist, dass sich diesbezüglich niemand ausspricht und es auch keine Richtlinie gibt – noch nicht mal zu Seiten der Verlage. Weder vom Inhalt, noch vom Layout. Freilich soll es rein informativ sein, keine Rechtschreibfehler enthalten und dergleichen, aber was den Rest angeht? Nichts.

Ich fand einen Blog, der zum Thema Was erwartet der Lektor von einem Exposè? zahlreiche Lektoren befragt hat, und die Antworten hätten nicht unterschiedlicher ausfallen können. Einer will ein paar Zeilen über den Autor selbst haben, einen anderen interessiert rein die Geschichte. Einer will eine maximal zweiseitge Inhaltsangabe, der andere sagt nicht unter drei Seiten. Eine weitere will gerne überrascht werden und etwas, was nicht von der Stange ist, eine andere feuert derartiges gleich in den Papierkorb.

Schlicht besticht! Deshalb werden nicht verwendet: bunte Klammern.

Letzten Endes kann man sich nach vieles richten, doch muss man in letzter Instanz immer auch auf sich selbst hören. Fühlt es sich falsch an? Dann lass es. Somit habe ich versucht, das Beste aus allem zu machen und mich in die Lage eines Lektors zu versetzen. Eines sagen wir recht angepissten Lektors, der einen verdammt miesen Tag und noch mehr miese Manuskripte vor sich hatte und den jetzt nur noch meine Zusendung vom anstehenden Wochenende trennt. Was will man einem solchen Lektor? Richtig. Defintiv nicht auf den Senkel gehen.

Also kein unnötig ausschweifendes, schleimendes oder aufgeblähtes Begrüßungsschreiben, das Expose auf eine einzige Seite begrenzt und eine Inhaltsangabe von nicht mehr als zwei Seiten. Ein schlichtes, aufgeräumtes Layout, keine Ablenkung. Das ganze Anschreiben ist in einer durchsichtigen, schlichten Mappe, ohne Haken, ohne Schnüre, ohne jedwedem Firlefanz oder Störfaktor. Die drei Einzelpakete Anschreiben, Expose und Leseprobe habe ich mit jeweils einer Klammer oben links für eine erste Grundordnung versehen, die mit einem einzigen Schnipp weg sind. Sonst fällt alles aus der Mappe und der Lektor verliert unnötige Zeit damit zu suchen, wo jetzt die Leseprobe anfängt oder die Inhaltsangabe aufhört.

Es muss schnell zur Sache gehen. Das ist zwar selbstverständlich, aber man hört auch von vielen Exposès, die mit viel bunter Farbe und massiver Formatierung zu brillieren versuchen oder gleich mit Sätzen wie „Das ist das beste Werk, dass Sie lesen werden! Und ich habe schon viereinhalb Follower auf irgendeiner Seite!“ durchstarten.

Natürlich wird jeder Autor groß und klein nur gut über das eigene Werk sprechen. Ich hingegen auch, doch würde ich nie sagen, dass DCDSP gut ist, und schon gar nicht besser als Werk X und das von Autor Y. Habe ich nie und werde ich nie, weil es einfach gelogen wäre. Es gibt zig zehntausende, die um Meilen besser schreiben und mindestens genau so viele, die ein noch faszinierenderes Universum erschaffen. Zu behaupten, man wäre besser, macht einen nur unglaubwürdig.

Kunst und Erschaffenes sind immer Dinge der Subjektivität. Aus diesem Grund muss man ja „nur“ hoffen, an genügend Leute zu gelangen, die das eigene Werk nicht schlecht finden – begonnen mit dem Lektor als Hürde Nummer Eins 😉 Alle Jahre des Schreibens und jede große und kleine Entscheidung und erlebte Erfahrung haben heute zu diesem Tag und diesem Manuskript geführt, mit dem ich erneut versuche, die Gunst eines Verlags zu gewinnen.

Und damit das Gelaber und Geschreibsel auch mal ein Ende findet und dem Auge etwas geboten wird, habe ich die Sache mit Bildern festgehalten. Hierzu einfach auf ein beliebiges Bild klicken und durchblättern!

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  • Artikel erstellt:
    2018.
  • Letzte Bearbeitung:
    Sonntag, 23. Februar 2020

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