Archiv der Kategorie: Manuskripteinsendungen

Verlagssuche 2020

Das Jahr 2020! Also 20 Verlage? Nein, nicht ganz. Ein feines Dutzend, um genau zu sein. Dieser Post ist ein Infodump, daher vorab die fünf Wort starke tl;dr – Version: Ich habe zwölf Verlage angeschrieben.

Klick: Ich bin nur hier, um ein paar Bildchen in der Galerie da unten irgendwo anzusehen und dann wieder weg 🤓🖼🤔

Für alle anderen, die zwanzig Minuten totschlagen müssen – viel Spaß 🤓

Die Suche

Und erneut beginnt die Suche. Wobei man bei der Masse an Verlagen nicht lange suchen muss, um davon erschlagen zu werden. Zieht man für meinen Fall aber alle Bezuschussverlage ab, alle Kochbuchverlage und anderweitig programm- oder anforderungstechnisch inkompatiblen Verleger, bleiben nicht viele.

Die Nihilumchroniken ist High Fantasy, mit Unterpunkt dunkler Endzeitfantastik für eher erwachsene Leser. Wobei es für Jugendliche auch geeignet ist. Wenn man sieht, welche Filme ab 16 oder schon ab 12 sind und trotzdem Blut durch die Gegend spritzen lassen, nun ja.

Auf so mancher Seite kann man den Ratschlag lesen, dass man es als Neuling bei Großverlagen gar nicht zu versuchen braucht. Setzen diese doch meist auf den Erfolg ihrer bereits verkaufsträchtigen Schreiberlinge. Und bestenfalls wird eines von fünfhundert eingesandten Manuskripten überhaupt erst angesehen.

Pro-Argument: Verlage sind auch nur Betriebe, die wirtschaftlich denken müssen, und überlegen sich gut, in was oder wen sie zig Tausende Euro investieren. Verständlich, würde ich auch.

Contra-Argument: Es gibt so viele miese, unlesbare Bücher auf dem Markt, da fragt man sich, warum ausgerechnet das eigene miese, unlesbare Buch keine Chance bekommt 😁

Kurzum haben die meisten kein Interesse an neuen Autoren. Meine Suche erweiterte sich daher um das Regiment der kleineren Verlage.

Hier ist aber deutlich das Problem zu sehen, dass kleine Verlage eben kleine Verlage sind. Entweder haben sie nach nicht einmal drei Jahren schon wieder ihre Tore geschlossen oder das Budget für die nächsten Jahre schon gänzlich ausgeschöpft und sind für längere Zeit nicht an neuen Manuskripten interessiert.

Immerhin ist ein knappes Dutzend übriggeblieben, die ich mit meinem Manuskript beehren will.

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Das Werk

Wer mir auf Instagram oder vergleichbar folgt, wird es wissen. Im Grunde schreibe ich jedes Jahr das Buch komplett um und werfe noch mehr über den Haufen. Jedes Jahr ändert sich auch der Titel, mal verdoppelt sich die Menge an Wörter, mal wird es massiv gekürzt.

  • Florian hat das Werk Ende 2019 korrigiert, im Grunde alles moniert und mich viel umschreiben, überwiegend aber löschen lassen. Ich folge keinem Hinweis blind und überlege vor jeder Korrektur, aber er hatte in allem recht. Und schaden kann es nicht, zumal ich Anfang 2019 bei Heyne ja keinen Erfolg hatte, richtig?
  • Was andere Testleser gesagt haben? Ich weiß es nicht. Ich bekomme grundsätzlich keine Antworten. Weder von Viellesern, noch weniger von anderen Autoren, die zusagen, Feedback zu geben. Sei es ein einzelnes Kapitel oder das ganze Buch 🤷‍♂️
  • Massive Kürzung – das Werk hat nur noch knapp mehr als 65.000 Wörter, was nicht einmal 200 Seiten sein dürften. Etwas mager, ich weiß, aber dafür ist es kurz und knackig, frei von Infodumps und fließt (meiner Meinung nach) gut dahin. Alles, was ich noch zu sagen habe, kommt in Band 2, Band 3 und so weiter. Lieber klein anfangen als wie der blökende Platzhirsch aufmarschieren und dann nicht abliefern können.
  • Während das Gesamtwerk noch immer Die Nihilumchroniken heißt, wurde Band 1 von „Endzeit“ in „Der Nekromant“ umbenannt. Das ist zwar nicht der kreativste Titel, aber der, der am besten passt. Und man weiß gleich, dass es sich nicht gerade um einen Westernkrimi handelt.

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Die Verlage

Klicke mich, um die Verlagsliste zu überspringen und dich gleich zum nächsten Punkt „Das Eingemachte“ zu teleportieren.

Es geht los! Lange Recherche, überschaubar kurze Liste. Namentlich blieb ich bei diesen Verlagen hängen, in keiner bestimmten Reihenfolge außer, dass erst die Verlage kommen, die es per Post wollen, dann die, die eine digitale Zusendung meines Werkes wünschen und dann die, die ich gar nicht anschreiben werde:

Verlagssuche 2020: Die Meisterliste, aufgeteilt in gelbe Postsendungen, orange-farbene Digitalsendungen und rötliche No-Go-Verlage.

1 | Heyne

Heyne gehört der Verlagsgruppe Random House an. Heyne habe ich schon 2012, 2014, 2015, 2018, 2019, ein, zwei Mal davor beehrt und natürlich ist er auch 2020 wieder dabei. Die Chancen sind auch dieses Mal ziemlich gering, aber immerhin höher als Null.

Was ich dem Heyne-Verlag hoch anrechne ist, dass ich bisher immer eine Eingangsbestätigung bekommen habe und sie auch immer eine Absage erteilen. Sehr freundlich, danke! Also, ähm, nicht das Erteilen einer Absage ist erfreulich, sondern, dass man überhaupt eine Antwort bekommt.

Wie ich bei der aktuellen Recherche bei der Random House Gruppe (zu der auch Blanvalet und Penhaligon gehören, siehe #2 und #3) sehe, haben sie bei der Fragen-und-Antworten-Sektion nun den Satz „Bitte verwenden Sie aus Umweltschutzgründen keine Plastikhüllen oder Schnellhefter.“ eingefügt. Sehr löblich! 20 Euro sagen, dass man ab 2021 nur noch digital Manuskripte senden kann 😊👍

2 | Blanvalet

Blanvalet gehört ebenso der Verlagsgruppe Random House an. Blanvalet wurde von mir zwar nicht so oft wie Heyne angeschrieben, aber immerhin oft genug, um auch deren Sammlung an Schnellheftern nie ausgehen zu lassen.

Auch von Blanvalet habe ich stets eine Eingangsbestätigung und Rückantwort bekommen, wenn auch eine negative. Ob sich die Lektorate untereinander absprechen, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich immer von allen drei gleichzeitig eine Absage bekommen.

Was würde eigentlich passieren, wenn man von mehreren Verlagen einer Verlagsgruppe eine Zusage bekommt? Die teilen sich ja doch bestimmt das Budget und so weiter? Fragen über Fragen …

3 | Penhaligon

Verlag Nummer #3 aus der Verlagsgruppe ‚Random House‘.

Warum habe ich Penhaligon die letzten Mal eigentlich übersehen oder nicht beehrt? Im Jahr 2015 habe ich die zusammen mit den anderen Verlagen der Random House – Verlagsgruppe angeschrieben.

Auf deren Seite heißt es „Penhaligon rangiert unter den Top 10 der »fantastischen Verlage«“. Ein guter Grund, mein fantastisches Glück dort zu versuchen, aye?

4 | Bastei Lübbe

Bastei Lübbe verlegt auch Erwachsenenbücher im Bereich Fantasy und Science Fiction. Und ganz wichtig, es ist ein richtiger Verlag, der keine Bezuschussung verlangt.

Wie Penhaligon bei Nummer Drei auch, habe ich Bastei Lübbe 2015 schon einmal mit meinem Werk angeschrieben, als ich gleich acht Verlage versucht habe.

5 | Droemer-Knaur

Droemer-Knaur habe ich vor Jahren, es war ebenso 2015 wie bei Bastei Lübbe, angeschrieben. Eine Absage oder Antwort habe ich nie bekommen. Logisch, sonst würde ich hier diesen Blogeintrag nicht verfassen müssen, eh? 😁

Einsendungen via Email werden nicht berücksichtigt. Laut deren FAQ bekommt man nur bei einer Zusage innerhalb von acht Wochen eine Antwort.

Droemer-Knaur wirbt für Neobooks als Plattform, mit der man sein ganzes Werk oder eine Leseprobe davon veröffentlichen kann und auch die Chance hat, von Lektoren und Verlagen entdeckt zu werden. Sollte es 2020 nichts mit einem Verlag werden, werde ich mich spätestens 2021 noch einmal genauer mit diesem Thema beschäftigen.

Auch die Verlage der Random House Verlagsgruppe werben mit einer solchen Plattform, nur heißt sie bei denen 26 / Twentysix, stehend für die sechsundzwanzig Buchstaben des Alphabets.

6 | dtv

dtv wollen Vorschläge (nette Umschreibung) via Email. Außerdem mag ich die Aussage „Ihr Projektvorschlag wird von uns innerhalb von maximal drei Monaten geprüft. Telefonische Nachfragen beschleunigen diesen Prozess nicht.“ 😆

Grundlegend wird das immer erwähnt, dass man von telefonischem Nachfragen absehen soll. Was reitet auch jemanden, da nachzufragen? Wenn ich arbeite, möchte ich auch nicht, niemals und zu keiner Sekunde, dass irgendjemand mir über die Schulter lugt oder dauernd fragt, wie lange es noch dauert.

Auch dtv stellt klar, dass sie nur im Falle einer Zusage antworten. Sprich: keine Antwort innerhalb von drei Monaten ist gleichzeitig eine Absage.

In den Reihen von dtv findet man unter anderem Bücher der Hexer-Reihe. Die Nihilumchroniken würde sich in dessen Reihen bestimmt auch wohl fühlen.

7 | Piper

Piper habe ich schon zwei Mal angeschrieben. 2018 und einmal zu Zeiten, als ich noch keine überlangen Posts wie diese gemacht habe, um jedes unwichtige Detail meines Lebenswerkes festzuhalten.

Ich Volldepp von einem Neandertaler habe damals falsch recherchiert (also nicht recherchiert?) und Piper zu der Verlagsgruppe Random House gezählt, und auch zu der Adresse der Random House Verlagsgruppe geschickt. War irgendwie etwas klar, keine Antwort bekommen zu haben.

Auch Piper wünscht eine rein digitale Zusendung. Ich finde das gut, das schont den Geldbeutel, die Natur und nicht zuletzt die Zeitressourcen.

8 | Amrun

Amrun wünscht keine postiale, sondern digitale Zusendung von mindestens fünfzig Seiten. Hui, das sind ja schon 25 Prozent vom Buch. Ich glaub, mir wird die Kürze meines Buches echt zum Verhängnis, ja? Wie das wohl aussähe?

Lektorat von Amrun: „Guten Tag, Herr Pretsch, bitte senden Sie uns den Rest Ihres Manuskripts.“
Ich: „Guten Tag, wertes Lektorat. Welchen Rest? Das war das Buch, was ich geschickt habe.“

Weiterhin: „Sehr freuen wir uns über Texte aus den oben genannten Bereichen mit LGBTQ+ Inhalten. Hierbei wünschen wir uns Texte, bei denen der Fokus nicht unbedingt auf das “Anderssein” liegt.“

Nun, der Fokus liegt bei Die Nihilumchroniken sicher nicht darauf, und trotzdem gibt es homosexuelle Charaktere und auch interrassische Aktionen kommen vor. Zwar nicht bis zum Erbrechen detailliert, aber wenn man fiktive humanoide Rassen im Werk hat, ist es für mich selbstverständlich, auch mal das nahe Zwischenmenschliche anzusprechen.

9 | Hybrid

Diesen Verlag habe ich letztes Jahr entdeckt. Er wurde 2017 gegründet, ist somit noch sehr frisch. Da es kein Bezuschussverlag ist und zudem auch noch Erwachsenen- und Fantastikliteratur verlegt, wollen wir es wagen, ja?

10 | Eisermann

Diesen Verlag muss ich all die Jahre wohl übersehen haben. Ich bin über diesen Verlag zufällig gestolpert, weil ich mir Ideen und Anreize für die Erstellung von Exposés holen wollte.

Bis ich mich versah, ackerte ich deren Seite durch und bemerkte, es nicht mit einem Druckkostenzuschussverlag zu tun zu haben, der ja in die nähere Auswahl fällt. Eisermann war auch nicht in den einschlägigen Listen von „Nein zu Druckkostenzuschussverlägen“ aufgelistet, die man hier und da im Netz verlinkt findet.

11 | Hobbitpresse (Klett-Cotta)

Mir stellt sich die Frage, warum ich nicht schon vorher auf Hobbitpresse aufmerksam geworden bin.

Hobbitpresse gehört zum Klett-Cotta-Verlag und verlegt unter anderem epische High Fantasy. Die Nihilumchroniken fällt genau in dieses Raster, womit ich es einfach versuche.

Und wie man deren Fragen-und-Antworten-Sektion entnehmen kann, wünschen sie Manuskripteinsendungen ausschließlich digital als PDF. Los geht’s!

12 | Papierverzierer

Ein ansprechendes Portfolio und ist wohl allem Anschein nach auch kein Zuschussverlag. Zumindest fand ich in all den warnenden Listen von Druckkostenzuschussverlagen keinen Eintrag mit Papierverzierer.

Wollen wir es wagen? Natürlich wollen wir das.

13 | Acabus

Dort heißt es „Die Manuskript-Pforten sind derzeit geschlossen!“. Für einige Zeit. Zumindest zu lange, um Acabus bei meinem Run von 2020 mit einbeziehen zu können.

14 | Basilisk

Die Nihilumchroniken würde in das Programm von Basilisk passen, wie ich denke. Jedoch gibt es keinerlei Anhaltspunkte, ob der Verlag Manuskripte sucht. Und blind auf gut Glück etwas hinschicken möchte ich auch nicht.

15 | Atlantis

Atlantis ist in den letzten Wochen weggefallen, da der Verlag seit ein paar Wochen nur noch Manuskripte im Bereich Science Fiction sucht. Die Nihilumchroniken mag Elemente daraus haben, ist aber hauptsächlich der Fantastik zugeordnet.

16 | Zeilengold

Ein Verlag, der plötzlich in den Suchergebnissen auftauchte, als ich nach einem anderen Verlag gesucht habe. Scheint weder ein Bezuschussverlag zu sein noch schlechte Cover zu besitzen. Von daher… auf geht’s, ja? Und auch diesen Verlag darf / soll man digital beglücken, also gibt es keinen Gegengrund mehr …

… außer die nahezu 100 Prozent negativen Reviews von Autoren auf Facebook und der Shitstorm, der neben deren Posts auf Instagram abgeht. Angeblich ist der Verlag bereits insolvent und hat das nicht gerade prächtig gemanagt, was ich auf die Schnelle habe rauslesen können.

Sehr schade. Vielleicht ein Grund, in Zukunft besonders gut über Kleinverlage zu recherchieren. Man stelle sich vor, man bekommt eine Zusage, das Buch wird übernommen, lektoriert, gedruckt etc, alles fertig, dann geht der Verlag bankrott und man hört nie wieder etwas. Weder von den Beteiligten, noch weniger, was jetzt mit dem schon gedruckten Buch ist. Horrorvorstellung!

17 | Drachenmond

Auch ein Verlag, der in die nähere Betrachtung gerückt ist. Als ich mir dann jedoch die Manuskripteinsendekriterien angesehen habe, musste ich ihn von meiner Liste streichen:

  • Ein Einzelband ODER maximal ein Dreiteiler (nope)
  • Mindestens 320 Normseiten (nope)
  • Protagonist(in) mit mindestens 15 Jahre (nope)

Wäre Drachenmond der einzige Verlag, könnte ich unter Umständen schon das Werk auf eine Trilogie trimmen und meine Valihra zwei Jahre älter machen, aber das wäre a bissal gach wie man auf Bairisch sagt und ein Bruch von dem, was ich noch vorhabe.

Was ich an dem Verlag sofort mochte auch, waren die Cover – wow!

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Das Eingemachte

Voreilig geklickt? Zurück zur Verlagsliste.

Im Großen und Ganzen sind die Anforderungen der Verlage gleich. Jeder wünscht ein aussagekräftiges Exposé und ein repräsentatives Kapitel. Über dies hinaus wünschen manche eine Autorenvita mit Profilbild.

Argl. Ich frage mich, warum das bei manchen Verlagen so wichtig ist? Bei Filmen und der Musik reicht ja für gewöhnlich auch der Name und der Rest interessiert nicht, wann Sänger X geboren wurde oder was Regisseur Y studiert hat.

Hier gehen die Meinungen von Lesern als auch Lektoren auseinander, was ich so recherchiert habe. Manchen Lektor interessiert die Familie überhaupt nicht, sondern nur, was relevant fürs Werk ist. Wenn ein Raketenwissenschaftler ein Science-Fiction-Werk schreibt, ist das eine gute Info. Wenn ich, in meinem Fall, ein Endzeitszenario mit Drachen, fiktiven Rassen und Magie erschaffe, gibt es wohl keinen Job auf Erden, der dafür die Grundlage schafft oder relevant dafür ist.

Andere Lektoren wiederum sagen, dass sie es schon sehen wollen. Manch Leser will eine Vita, andere legen das Buch weg, wenn die Rückseite des Buches das ach so bewegende Leben des Autors anhimmelt.

Es gibt genügend Werke, die unter einem Pseudonym veröffentlicht wurden, und es stört sich auch niemand daran, den wahren Erschaffer nicht zu kennen. Mich, und viele andere, interessiert es ja auch nicht, wer genau der Sänger von Powerwolf ist oder jetzt gleich noch verantworlich für Final Space ist. Was interessiert ist die gute Musik oder die nächste Staffel.

Warum also hier? Vor allem für mich als Unbekannten, Ungelernten, Nichtstudierten, Nichtliierten, Nichtkinderhaber, Nichtveganer, Nichtpolitischengagierten, Nichtpreisgewinner, Nichtnobelbesitzer und keiner, der die Welt bereist, gerettet oder verändert hat, fällt die Vita recht, nun, mager aus. Und wirft vermutlich ein schlechtes Licht aufs Werk. „Was, so ein Dummer schreibt ein Buch? Kann ja kaum was Brauchbares sein.“

Ich lebe, ich arbeite, trinke gerne Milchkaffee, mache Sport und schreibe eben nebenbei. Ist das denn so wichtig und interessiert das auch nur eine müde Seele? 🙄

Verlagssuche 2020: Dateien.

Trotzdem! Genug geschimpft. 😆 Weiter geht’s mit einer kleinen Checkliste fürs Expose:

  • Komplette Anschrift + Kontaktdingens in die Fußzeile einer jeden Seite. Ich weiß zwar nicht, wie oft Lektoren in ihrem mit von mindestens neunzigtausend Manuskripten überfüllten Kämmerchen während eines Sturms das Fenster sperrangelweit offen lassen oder mit meterhohen Stapeln durchs Gebäude laufen, aber immerhin.
  • Arbeitstitel, Genre, Umfang, Stil, Zielgruppe, Setting. Alles selbsterklärend und essenziell.
  • Angabe der Seiten ist zweitrangig. Was zählt ist die Anzahl der Wörter und die der Zeichen mit Leerzeichen und die Anzahl der Normseiten. Nur so kann sich ein eventuell interessierter Lektor ein Bild davon machen, wie umfangreich das Buch wirklich ist.

Und die Leseprobe muss in Normseiten sein. Da scheinen sich ausnahmsweise mal alle einig zu sein. Aber wie formatiert man das genau? MS Word und Konsorten stellen sich ja gerne mal als nicht kooperative Bazes raus, die man am liebsten zum Mond schießen möchte.

Gut, dass ich für diesen Fall Dank Papyrus Autor, mittlerweile in Version 10, nur zwei Klicks entfernt bin:

Leseprobe in Normseiten. Gut, dass das elitäre Papyrus Autor dafür eine Funktion hat.

Vereinzelt liest man auch, man soll das Exposé in Normseiten verfassen. Das halte ich für Blödsinn. Leseprobe ja, aber das Exposé, also die Auflistung der Figuren, des Plots, Pitchs und so weiter, da ist ein normales, übersichtliches Layout wirklich der gehbare Weg, ja?

Auf manchen Seiten las ich, man soll auf jegliche Art von Klammern, Schnellheftern, Mappen und dergleichen verzichten. Verlage der Random House Verlagsgruppe bitten mittlerweile sogar, aus Gründen der Umwelt auf Schnellhefter jedweder Art zu verzichten.

Kommt das dann nicht unter aller Sau an? Ich bin ein ordentlicher Mensch und möchte mein Werk auch ordentlich, oder zumindest mit einem Mindestmaß an Ordnung weitergeben. In der letzten Manuskripteinsendung 2018 habe ich große Klammern verwendet, die leicht entfernt werden konnten. Und mir braucht niemand weismachen, dass dies eine unzumutbare Arbeitsleistung für irgendjemanden ist.

Meine Einsendung ist schließlich eine Art, nein, es ist eine Bewerbung. Und nur lose Blätter zu verschicken hat für mich so eine „Da, friss oder stirb, ist mir eh scheißegal“ – Mentalität.

Andere Autoren, die es geschafft haben, empfehlen wiederum, eben schon (große, leicht entfernbare) Klammern oder einen leichten Zuggummi zu verwenden. Wie im Großen, so im Kleinen, scheint es zwar inhaltlich individuelle Vorstellungen zu geben, aber keine Richtlinie, die man überall anwenden kann.

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Die Galerie

Diese Galerie beinhaltet alle relevanten Bilder zur Verlagssuche 2020, mit eingeschlossen den Bildern, die in dem Post selbst verwendet wurden.

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Der Schluss

Ob es dieses Mal was wird, kann ich natürlich nicht sagen. Entmutigen lasse ich mich davon aber nicht, sollte es nichts werden. Nun ja, ein bisschen vielleicht, zugegebenermaßen, aber nicht ganz 😁

Was reell passiert, kann man nie sagen. Vielleicht passiert auch gar nichts. Vielleicht poste ich nach diesem Artikel hier nur noch den Artikel zum 15jährigen Jubiliäum und dann nichts mehr. Vielleicht schreibe ich ein ganz anderes Buch und kehre wieder zu Die Nihilumchroniken zurück. Wer weiß?

Wie man der Trostliste von Andreas Eschbachs Internetpräsentation entnehmen kann, macht sich Beharrlichkeit in vielen Fällen bezahlt. Seit ich diesen Blog hier führe, habe ich mindestens 17 Verlage beehrt und das Ergebnis davon festgehalten. Der Bezuschussverlag von 2009 zählt hierbei nicht, da im Grunde kein Verlag, sondern barer Dienstleister.

Davor gab es noch ein paar weitere, von denen aber leider keine Posts oder Bilder existieren. Nagelt mich nicht fest, aber es waren zwischen fünf und zehn, keinesfalls mehr. Einigen wir uns also auf 17 Stück, zuzüglich die 12, die in diesem Post dazukommen. Das wären quasi 29, fast 30 Verlage!

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Die Folgen

„Was, wenn du von diesem feinen Dutzend nur Absagen bekommst?“

Jeder der wenig interessierten Verfolger meines Schaffens

Eine gute Frage. Zunächst werde ich 2020 dann nichts mehr diese Richtung unternehmen. Band 1 wird auch nicht mehr geändert werden. Ich werde, wie sonst auch, die Arbeiten an Band 2 aufnehmen und diesen saloonfertig machen. Durch das ganze Kürzen und Umschreiben hat sich schließlich alles verändert, und im derzeitigen Zustand sind alle Folgeteile unbrauchbar.

Ob ich 2021 oder 2022 noch Verlage anschreibe, weiß ich nicht. Vielleicht macht es auch Sinn, mit meinem Werk an eine Literaturagentur heranzutreten. Aber was man so liest, ist das Unterfangen ungefähr mit der Schwere einer Verlagssuche zu vergleichen.

„Und vielleicht doch das Buch selbst publizieren? Twentysix (Random House Verlagsgruppe / BoD)? Neobooks (Droemer Knaur / Piper)? Bookrix? Amazon KDP / Kindle Direct Publishing?“

Jeder weitere der wenig Interessierten meines Schaffens

Wäre auch eine Option. Aber dafür möchte ich für das Buch noch einige ehrliche Kritiken einfahren, bevor ich mich im Internet zerfetzen lasse. Zudem will alles gut geplant sein. Ich mag eigentlich keine fremden Zitate, aber ein Zitat von Abraham Lincoln beschreibt ungefähr meine Herangehensweise bei solchen Dingen:

Give me six hours to chop down a tree and I will spend the first four sharpening the axe. [Gib mir sechs Stunden, einen Baum zu fällen und ich verbringe die ersten vier Stunden damit, die Axt zu schärfen.]

Abraham Lincoln

Wie man sieht, es gibt viele mögliche Wege, und mir stehen noch alle offen. Somit: Onwards, noble steed! Yeeha! [Gepanzertem Sleipnir die Sporen gibt] 🤠😁💪

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Das Update (6 Monate später)

Nun, heute ist Donnerstag, der sechste August 2020 (eigentlich ein Tag früher, da ich Posts immer gerne qualitativ vorbereite, aber immerhin) und da ich ein fauler Mensch bin, gibt es hier nur meinen Instagram-Post, der sich auf knapp unter 2.200 Zeichen begrenzt:

NichtumjedenPreis 🤓 Vor taggenau 6 Monaten habe ich 12 #Verlage mit meinem #Manuskript der #Nihilumchroniken belästigt. 1x Absage (#Heyne), 10x Ingoriertwerden und… 1 Zusage und das Angebot für einen #Autorenvertrag! 😱

Doch nur wenig Enthusiasmus 😌 Denn vorab eine Auflistung der Rechte, die ich „in allen bekannten und unbekannten Nutzungsarten“ abgetreten hätte:

  • Apps
  • Hörspiele
  • Filmrechte
  • Hörbücher
  • Vertonungen
  • Bühnenstücke
  • Merchandising
  • Interaktiv nutzbare elektronische Werke
  • Übersetzungen in andere Sprachen / Mundarten + Auswertung dieser Fassungen
  • Sämtliche andere „unbekannte Nutzungsarten“


Frage. Reicht es denn nicht aus, sich zuerst die Printrechte zu sichern? Ich kralle mich nicht an meine Rechte. Sich an einem Werk ALLE Rechte, vom Buch über Videospieladaption, Verfilmung bishin zum kompletten Merchandise zu sichern, ist für mich aber inakzeptabel 😑

Würde mir #Heyne oder jemand wie #Disney sowas anbieten, würde ich nicht zögern. Aber hier. Man stelle sich nur vor, der #Verlag würde jemandem wie #UweBoll das Verfilmungsrecht einräumen und es gäbe weitere räudige Abominationen wie #FarCry und #BloodRayne 🤢

Nachdem der Verlag sich nicht mit weniger begnügen wollte, meldete sich mein Bauchgefühl als höchste Instanz jeder Entscheidung mit einem Nein. Es geht mir nicht um Geld bei #DerNekromant. Würde ich einen Verlag mit gutem Lektorat / Korrektorat / Coverdesigner finden, der einfach nur das Buch will, würde ich jedwedes #Honorar verzichten 😄

Im Nachhinein ist trotzdem alles gut. Derzeit erwacht nämlich #ColonelColeman mit dem #HavokWreaker, der den Grundstein für mein #MagnumOpus legen wird 😇

Sowie diese beiden Bilder hier:

Das Prozedere

Und denen, die immer sagen „Mei, dann schick’s halt einfach an den Verlag“ und sich beklagen, ich würde viel Zeit am Computer verbringen – Euch will ich zum Schluss noch kurz auflisten, welche Aktionen und Schritte überhaupt erst nötig waren, damit es wieder so weit sein konnte.

  • Zu aller erst natürlich das ständige Arbeiten am Werk selbst, das Überarbeiten, Lektorieren und, besonders 2020, das massive Kürzen
  • Wochenlange Recherche, welche Verlage in Betracht kommen und Herauslösen der Anforderungen, da man diese genau befolgen sollte
  • Links heraussuchen, Adressen heraussuchen, Email-Adressen heraussuchen
  • Genaue Anforderungen studieren und notieren, eine Tabelle für bessere Übersicht erstellen
  • Aufsetzen des Anschreibens der Verlage, für jeden Verlag individuell, da, wie erwähnt, unterschiedliche und sich auch oft ändernde Anforderungen
  • Aufsetzen individueller Emails der Verlage, die eine digitale Zusendung wünschen
  • Erstellen des Exposés
  • Erstellen der Autorenvita
  • Erstellen der Leseprobe (individuell, da manche 20, manche 30 und manche sogar 50 Seiten verlangen, und das noch in unterschiedlichen Dateiformaten)
  • Schreiben, Layouten, Verlinken, Testlesen und Überarbeiten dieses Artikels hier
  • Suchen und Erstellen eines neuen, semi-professionellen Profilbildes für die Vita (ich fand ein Bild von Dezember 2019)
  • Zwischendurch: Erstellen von relevanten Bildschirmschnappschüssen für die Sozialnetzwerke und diesen Blog
  • Bilder mit Kamera machen
  • Alle Bilder mit GIMP und paint.net bearbeiten, bestenfalls auf ein Seitenverhältnis von 1:1 trimmen (da Instagram und Twitter sonst abschneidet), sensible Daten blurren / verpixeln und das ᴎ (horizontal gespiegeltes N) als Wasserzeichen einfügen, sensible Metadaten entfernen
  • Noch benötigtes Büromaterial wie Umschläge, Briefmarken, Papier kaufen
  • Umschläge beschriften
  • Alles ausdrucken, ordnen, zusammenheften, einpacken, zur Post bringen
  • Das Aufsetzen des Twitterposts, auf 280 Zeichen begrenzen und schließliche Posten auf dem offiziellen Twitterkanal, dann einmal mit GAME und einmal persönlich auf Twitter teilen (Twitter-Seiten wurden gelöscht!)
  • Das Aufsetzen des Posts auf MeWe und Posten auf der offiziellen MeWe-Seite, dann einmal mit GAME und einmal persönlich auf MeWe teilen (MeWe-Seiten wurden gelöscht!)
  • Gleiches noch einmal auf dem offiziellen Telegram-Kanal und mit GAME und persönlich teilen (Telegram-Seiten wurden gelöscht!)
  • Bilder von Telegram in die Galerie vom Smartphone speichern und einen WhatsApp-Status posten (mittels der Desktop-Applikation geht das nicht)
  • Gleiches Prozedere auf Instagram, was nur auf dem Smartphone geht. Hierzu die in die Galerie auf dem Smartphone geladenen Bilder hochladen, den Text des Posts von MeWe oder Telegram kopieren, einfügen.

Auch, wenn das wie ein kleiner Anfall klang, ist es das nicht. Ich investiere gerne Zeit in mein Buch, egal, ob in ein Kapitel selbst, in den Blog oder in das Machen eines Bildes. Jeder Schritt zählt! Also wird gegangen! 😁

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Über diese Seite:

Trivia:

  • Diese Einsendung hat dieses mal nur ~12 Euro gekostet, da ich den Druck „nicht“ bezahlen musste, da ich dieses Jahr in einen Drucker investiert habe. Dafür stolze 7,65€ Portokosten für fünf Umschläge, die gerade mal 163 Gramm pro Stück gewogen haben. Gach!
  • Richtig gesehen! Neben der normalen Sortierung ist die Liste der Verlage zweitrangig nach der Namenslänge sortiert. [OCD intensifies]
  • Auf eine Verlinkung jedes einzelnes Verlages habe ich bei diesem Post verzichtet. Erstens würde ich nicht mehr fertig werden und zweitens können die Leute gerne selber suchen.
  • Bilder bekommen bei mir, bis auf das vereinzelte Beschneiden auf ein 1:1 – Verhältnis, dem Blurren sensibler Daten, entfernen von Metadaten und Hinzufügen eines Wasserzeichens keine Bearbeitung. Ich hasse diese ganzen scheiß übersättigenden „artistischen“ Filter, und noch mehr hasse ich Emoji in Bildern oder sonstigen Müll. Ein Bild sagt schon genug, da muss man nicht noch mit Filtern überdecken.
  • Aber ja, Emoji in Artikeln und Posts sind in Ordnung. Sooo professionell müssen wir dann ja doch nicht sein, eh? 😆
  • Und nein, nach wie vor verwende ich keine Tags auf meinem Blog und verwendete für jeden Post meist nur eine Kategorie. Der ganze Blog soll kein Magnet sein, sondern dient mit seiner einfachen Struktur als reine Informationsplattform. Da ich die Artikel ohnehin immer zu lange gestalte, spare ich ansonsten an allem, was ich kann. Mich nerven Artikel und Posts im Netz, die zwanzig Wörter Text und vierhundert Tags beinhalten, nur damit man auch ja viel Leser erreicht. Schwachsinn!

Bearbeitungshistorie:

  • Artikel erstellt:
    Dienstag, 28. Januar 2020
  • Letzte Bearbeitung:
    Mittwoch, 05. August 2020

Bildquellen:

  • Alle Screenshots:
    Eigene Werke.
  • Alle restlichen Bilder:
    Eigene Werke.

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Verlagssuche 2019

Alle Jahre wieder, ja?

All zu viel gibt es hierzu nicht zu sagen – außer eben, dass ich es fortan im Jahrestakt versuche. Es gibt Dutzende Möglichkeiten, ein Exposè zu gestalten, und dies ist nur eine davon. Dank langer, aber sinnvoll investierter Krankheitszeit 2018 ist mein Werk nun komplett überarbeitet, bietet ein rundum frisches Gesamtwerk (samt Titeländerung!) und ein neues Exposè. Nach annähernd vierzehn Jahren Arbeit gehe ich davon aus, dass Band 1 nicht das schäbigste Werk aller Literatur ist und vergangene Absagen lediglich einer unzureichenden Darbietungsform des Exposès schuldig sind.

Unverändert gibt es weder eine Richtlinie, noch Norm oder eine Musterlösung für ein Exposè. Von Verlagsseiten über Foren bis hin zu Blogs mit Erfahrungsberichten und Interviews mit Lektoren habe ich alles durchgeackert. Doch alles, was ich als Ernte einfahren konnte, war Wischiwaschi. Jeder sagt im Grunde nur in Minibeispielen, was er nicht will, nicht aber, was er konkret will. Daher endet man als mit Vitamin B Unterversorgter, unbekannter Nichtreicher als Bittsteller, der sich mit Versuch und Irrtum von Einsendung zu Einsendung durchzuboxen versucht. Aber auch an Erfahrung gewinnt, was das Gute daran ist! Schließlich war ich bisher jedes darauffolgende Jahr dankbar dafür, noch keine Zusage bekommen zu haben.

Die Auswahl an Verlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist lachhaft groß und unübersichtlich. Trotz ausgieber Recherche bin ich dennoch wieder am Startpunkt und bei Heyne angelangt. Zieht man nämlich von allen Verlagen die ab, die

  • Zuschussverlage sind,
  • keine Mehrteiler wollen,
  • reine Dienstleisterverlage sind,
  • schon ihre festen Autoren haben,
  • keine Fantastik im Portfolio haben,
  • keine Werke größer als 300 Seiten wollen,
  • deren Protagonisten keinesfalls älter als 13 Jahre sein dürfen,
  • nur extreme Sparten wie „Weibliche Autoren mit Schwerpunkt politischer Krimi der Nachkriegszeit“ suchen,

dann bleiben nicht viele übrig.

2018 habe ich zeitgleich von drei Verlagen der Verlagsgruppe Random House eine Absage bekommen, weshalb ich es dieses Mal nur bei Heyne versuche, denen ich treu seit mindestens 2012 bin.

Postial sende ich mein neues Lieblingskapitel und ein fünfseitiges Exposè mit Pitch, Quintessenz, Figuren und Inhaltsangabe. Die erste Seite als Anschreiben fällt dieses Mal mutig und deutlich anders aus. Kann sein, dass der Lektor nur die Augen überdreht und es vom Schredder zerfetzen lässt, diesen dann in Flammen steckt und anschließend die Hunde auf mich hetzt. Kann sein, dass ich durch diesen Mut ein eigentlich gutes Exposè vernichte. Kann aber auch sein, dass genau dieses thinking outside the box das ist, was gesucht wird. Weiß man nie!

Aber hey, was kann ich schon verlieren? Mehr als eine Absage oder Nicht-Antwort kann ich nicht bekommen, und in jedem Fall gewinne ich Erfahrung, für die ich dankbar bin. Egal, wie viel vermeintliche Rückschläge ich kassiere. Die Bildergalerie fällt marginal und screenshotlastig aus, da ich mittlerweile weder Kamera noch Smartphone mein eigen nenne, die gefühlte 0,001-Megapixel-Kamera von meinem Rechner unzumutbar räudig ist und das jährlich nicht zur Verfügung stehende Etat von G.A.M.E. von 0,00€ noch nicht erhöht wurde.

Zu dieser Seite:

Trivia:

  • Diese Manuskriptsendung hat mich knapp fünfzehn Euro gekostet, für Druck, Kuvert, Porto.
  • Eigentlich nur die Hälfte, da ich seit 2018 jedes Exposè einmal auch als Kopie für mich drucken lasse.

Bearbeitungshistorie:

  • Seite erstellt:
    Mittwoch, 30. Januar 2019
  • Letzte Änderung:
    Sonntag, 23. Februar 2020

Bildquellen:

  • Die Screenshots:
    Eigene Werke vom eigenen Werk.

Verlagssuche 2018

Erinnert sich jemand an die Verlagssuche am 3.333sten Tag von DCDSP von 2014? Nun, wat ’ne schöne Zahl, eh? Am heutigen Tag sind es leider nur 4.848 Tage seit dem Erschaffungstag anno damals, also nahe genug dran, würde ich sagen, und Grund genug für einen erneuten Versuch!

Eigentlich ist der Titel etwas irreführend, da ich nicht mehr suchen muss – in Frage kommende Verlage habe ich schließlich schon gefunden, ich muss sie nur noch überzeugen!

Trotz langer Recherche bin ich wieder bei drei Verlagen der Verlagsgruppe Random House hängengeblieben. Namentlich sind das Heyne, Blanvalet und Penhaligon. Diese könnte ich schon fast als Klassiker zählen, so lange wie ich die schon mit meinen geistigen Ergüssen belästige. Dieses Mal auch dabei der Piper-Verlag, an welchen ich ein digitales Exposè schicken werde.

Aber warum gerade Mal vier Verlage, mag man sich fragen, wo es doch so augenscheinlich viele gibt?

Es bedarf immer etwas Glück 🙂

Freilich gibt es allein in Deutschland hunderte Verlage, auch sicher dutzende, die das Genre des High Fantasy verlegen. Vieles sind aber Bezuschuss- oder reine Dienstleisterverlage, die ich kategorisch ablehne. Und wenn nicht, dann haben sie bereits ihre Hausautoren, suchen ein ganz explizites Thema, welches ich nicht erfülle, wollen keine mehrteiligen Buchreihen (schon gar nichts, was länger als eine Trilogie ist oder als Zyklus oder dergleichen zählt), oder haben ihr Budget für die nächsten Jahre schon ausgereizt.

In erstaunlich vielen Fällen hat mir auch mein Bauchgefühl davon abgeraten, diesen oder jenen Verlag probieren zu wollen. Wenn ein Verlag nicht einmal Geld in eine anständige Domain als guten Ersteindruck investieren mag, auf dem Blog dann noch mit Smilies und Glitzer à la MySpace um sich wirft und in acht Absätze vier Rechtschreibfehler einbaut, bin ich dort sicherlich nicht gut aufgehoben. Das ist wie unrasiert und mit Kaffee eingesudeltem Hemd zum Bewerbungsgespräch zu kommen.

Ja, ich mag äußerst wählerisch sein, aber ich will das Beste für mein Werk, und keine Unze weniger. Schließlich ist DCDSP mein Lebenswerk, und nachdem ich bereits über dreizehn Jahre und zig tausende Euro darin investiert habe, werde ich mich nicht mit weniger zufrieden geben. Ich sage das oft, aber lieber wird DCDSP nie das Licht eines schönen Buchregals erblicken, als dass ich es in den unprofessionellen Händen von Vermarktungsstümpern und Zeichenpanschern wissen muss.

Nun aber ist es wieder soweit: alte Verlage, neues Glück! 😉

Dazu habe ich zu Beginn 2018 das erste Buch komplett umgeschrieben, auf den neuesten Stand gebracht und anschließend an Interessierte zum Korrigieren und Gegenlesen geschickt. Einige sind schon fertig (siehe Galerie ganz unten), andere lesen es noch. Bis ich in vermutlich sechs Monaten oder so eine Antwort von den Verlagen bekomme (insofern ich überhaupt eine bekomme), wird auch deren Feedback eintrudeln.

Was das Anschreiben, das Exposè und die Inhaltsangabe angeht, so habe ich viel dazugelernt. Das Problem ist, dass sich diesbezüglich niemand ausspricht und es auch keine Richtlinie gibt – noch nicht mal zu Seiten der Verlage. Weder vom Inhalt, noch vom Layout. Freilich soll es rein informativ sein, keine Rechtschreibfehler enthalten und dergleichen, aber was den Rest angeht? Nichts.

Ich fand einen Blog, der zum Thema Was erwartet der Lektor von einem Exposè? zahlreiche Lektoren befragt hat, und die Antworten hätten nicht unterschiedlicher ausfallen können. Einer will ein paar Zeilen über den Autor selbst haben, einen anderen interessiert rein die Geschichte. Einer will eine maximal zweiseitge Inhaltsangabe, der andere sagt nicht unter drei Seiten. Eine weitere will gerne überrascht werden und etwas, was nicht von der Stange ist, eine andere feuert derartiges gleich in den Papierkorb.

Schlicht besticht! Deshalb werden nicht verwendet: bunte Klammern.

Letzten Endes kann man sich nach vieles richten, doch muss man in letzter Instanz immer auch auf sich selbst hören. Fühlt es sich falsch an? Dann lass es. Somit habe ich versucht, das Beste aus allem zu machen und mich in die Lage eines Lektors zu versetzen. Eines sagen wir recht angepissten Lektors, der einen verdammt miesen Tag und noch mehr miese Manuskripte vor sich hatte und den jetzt nur noch meine Zusendung vom anstehenden Wochenende trennt. Was will man einem solchen Lektor? Richtig. Defintiv nicht auf den Senkel gehen.

Also kein unnötig ausschweifendes, schleimendes oder aufgeblähtes Begrüßungsschreiben, das Expose auf eine einzige Seite begrenzt und eine Inhaltsangabe von nicht mehr als zwei Seiten. Ein schlichtes, aufgeräumtes Layout, keine Ablenkung. Das ganze Anschreiben ist in einer durchsichtigen, schlichten Mappe, ohne Haken, ohne Schnüre, ohne jedwedem Firlefanz oder Störfaktor. Die drei Einzelpakete Anschreiben, Expose und Leseprobe habe ich mit jeweils einer Klammer oben links für eine erste Grundordnung versehen, die mit einem einzigen Schnipp weg sind. Sonst fällt alles aus der Mappe und der Lektor verliert unnötige Zeit damit zu suchen, wo jetzt die Leseprobe anfängt oder die Inhaltsangabe aufhört.

Es muss schnell zur Sache gehen. Das ist zwar selbstverständlich, aber man hört auch von vielen Exposès, die mit viel bunter Farbe und massiver Formatierung zu brillieren versuchen oder gleich mit Sätzen wie „Das ist das beste Werk, dass Sie lesen werden! Und ich habe schon viereinhalb Follower auf irgendeiner Seite!“ durchstarten.

Natürlich wird jeder Autor groß und klein nur gut über das eigene Werk sprechen. Ich hingegen auch, doch würde ich nie sagen, dass DCDSP gut ist, und schon gar nicht besser als Werk X und das von Autor Y. Habe ich nie und werde ich nie, weil es einfach gelogen wäre. Es gibt zig zehntausende, die um Meilen besser schreiben und mindestens genau so viele, die ein noch faszinierenderes Universum erschaffen. Zu behaupten, man wäre besser, macht einen nur unglaubwürdig.

Kunst und Erschaffenes sind immer Dinge der Subjektivität. Aus diesem Grund muss man ja „nur“ hoffen, an genügend Leute zu gelangen, die das eigene Werk nicht schlecht finden – begonnen mit dem Lektor als Hürde Nummer Eins 😉 Alle Jahre des Schreibens und jede große und kleine Entscheidung und erlebte Erfahrung haben heute zu diesem Tag und diesem Manuskript geführt, mit dem ich erneut versuche, die Gunst eines Verlags zu gewinnen.

Und damit das Gelaber und Geschreibsel auch mal ein Ende findet und dem Auge etwas geboten wird, habe ich die Sache mit Bildern festgehalten. Hierzu einfach auf ein beliebiges Bild klicken und durchblättern!

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  • Artikel erstellt:
    2018.
  • Letzte Bearbeitung:
    Sonntag, 23. Februar 2020

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